
Eine klassische finnische Sauna wird meist auf 80 bis 100 °C aufgeheizt. Für Einsteiger können bereits 60 bis 80 °C angenehm sein. Je nach Saunaart gibt es jedoch deutliche Unterschiede: In einer Biosauna herrschen meist 45 bis 60 °C, in einer Infrarotkabine 40 bis 60 °C und in einem Dampfbad etwa 40 bis 50 °C.
Wie heiß sich eine Sauna tatsächlich anfühlt, hängt aber nicht nur von der Temperatur ab. Auch Luftfeuchtigkeit, Aufgüsse und die Sitzhöhe beeinflussen das Wärmeempfinden deutlich. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Temperatur zu welcher Saunaart passt und worauf Sie beim Saunieren achten sollten.
Die ideale Sauna-Temperatur hängt vor allem von der Saunaart, der Luftfeuchtigkeit und dem persönlichen Wärmeempfinden ab. Während eine klassische finnische Sauna meist deutlich heißer ist, bieten Biosaunen, Infrarotkabinen und Dampfbäder bewusst mildere Temperaturen.
|
Saunaart |
Typische Temperatur |
Für wen geeignet? |
|---|---|---|
|
Finnische Sauna |
80-100 °C |
Für alle, die trockene, intensive Hitze mögen |
|
Biosauna |
45-60 °C |
Für Einsteiger und Menschen mit geringerem Hitzeempfinden |
|
Infrarotkabine |
30-50 °C |
Für eine sanfte, direkte Wärme |
|
Dampfbad/Hamam |
40-50 °C |
Für alle, die hohe Luftfeuchtigkeit bevorzugen |
|
Banja |
70-110 °C |
Für erfahrene Saunagänger, die heiße und feuchtere Luft mögen |
|
Tepidarium |
36-40 °C |
Für sehr sanfte Wärme und Entspannung. |
Nicht jede Sauna muss 90 °C heiß sein. Milde Temperaturen zwischen 36 und 60 °C eignen sich besonders für Einsteiger, hitzeempfindliche Personen und alle, die eine sanftere Form der Wärme bevorzugen.
In diesem Bereich liegen zum Beispiel das Tepidarium mit etwa 36 bis 40 °C, das Dampfbad mit rund 40 bis 50 °C, die Biosauna mit 45 bis 60 °C sowie die Infrarotkabine mit etwa 40 bis 60 °C.
Die Wärme fühlt sich je nach Luftfeuchtigkeit sehr unterschiedlich an: Während die Infrarotkabine und Biosauna meist angenehm mild wirken, kann ein Dampfbad bei hoher Luftfeuchtigkeit trotz niedrigerer Temperatur intensiv empfunden werden.
Beginnen Sie als Sauna-Einsteiger am besten mit einer milden Saunaart oder nehmen Sie in einer klassischen Sauna auf einer unteren Bank Platz. So kann sich der Körper Schritt für Schritt an die Wärme gewöhnen. Bei bekannten Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Unsicherheit sollte ein Saunabesuch vorher ärztlich abgeklärt werden.
In einer klassischen finnischen Sauna liegen die Temperaturen meist zwischen 80 und 100 °C. Die Luft ist dabei relativ trocken. Die Luftfeuchtigkeit beträgt in der Regel nur etwa 10 bis 20 Prozent. Dadurch ist die hohe Temperatur für viele Saunagänger gut auszuhalten.
Dieser Temperaturbereich eignet sich für alle, die intensive, trockene Wärme mögen und bereits etwas Saunaerfahrung haben. Besonders auf den oberen Bänken kann es deutlich heißer sein als im unteren Bereich der Sauna.
Für einen angenehmen Saunagang sollten Sie auf Ihr persönliches Wärmeempfinden achten. Wer sich noch an höhere Temperaturen herantastet, beginnt am besten auf einer unteren Bank und bleibt zunächst nur wenige Minuten in der Sauna. Mit zunehmender Erfahrung lässt sich die Aufenthaltsdauer und Sitzhöhe individuell anpassen.
Ein Aufguss erhöht die Luftfeuchtigkeit kurzfristig und lässt die Sauna deutlich heißer wirken – auch wenn das Thermometer weiterhin dieselbe Temperatur anzeigt.
Temperaturen von über 100 °C sind vor allem etwas für sehr erfahrene Saunagänger. Sie kommen etwa in besonders heißen finnischen Saunen oder in einer russischen Banja vor. Durch die intensive Hitze sollte der Saunagang hier deutlich kürzer ausfallen als bei niedrigeren Temperaturen.
Wichtig ist, auf die Signale des eigenen Körpers zu achten: Wer sich unwohl fühlt, Schwindel verspürt oder Herzklopfen bekommt, sollte die Sauna sofort verlassen. Gerade bei hohen Temperaturen ist es sinnvoll, zunächst auf einer unteren Bank zu sitzen und sich langsam an die Wärme heranzutasten.
Eine Temperatur von über 100 °C ist nicht automatisch besser. Entscheidend ist, dass die Sauna angenehm bleibt und zum persönlichen Wärmeempfinden passt. Viele Saunagänger fühlen sich bereits bei 80 bis 90 °C am wohlsten.
Nicht nur die Temperatur entscheidet darüber, wie heiß sich eine Sauna anfühlt. Auch die Luftfeuchtigkeit hat großen Einfluss auf das Wärmeempfinden.
In einer klassischen finnischen Sauna ist die Luft mit etwa 10 bis 20 Prozent Luftfeuchtigkeit vergleichsweise trocken. Deshalb sind Temperaturen von 80 bis 100 °C für viele Saunagänger gut auszuhalten. Ein Aufguss erhöht die Luftfeuchtigkeit kurzfristig. Dadurch kann sich die Wärme deutlich intensiver anfühlen, obwohl sich die Temperatur auf dem Thermometer kaum verändert.
In einem Dampfbad oder Hamam ist es dagegen mit fast 100 Prozent Luftfeuchtigkeit sehr feucht. Die Temperatur liegt dort meist nur bei 40 bis 50 °C, kann sich aber dennoch sehr heiß anfühlen. Der Grund: Bei hoher Luftfeuchtigkeit verdunstet der Schweiß auf der Haut langsamer. Dadurch kann der Körper sich weniger gut über die Verdunstung abkühlen.
Für ein angenehmes Saunaerlebnis kommt es daher immer auf das Zusammenspiel aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit an. Wer trockene, intensive Wärme bevorzugt, fühlt sich meist in einer finnischen Sauna wohl. Wer eine mildere, aber feuchtere Wärme mag, kann Biosauna, Dampfbad oder Hamam ausprobieren.
Die Temperatur ist in einer Sauna nicht überall gleich. Warme Luft steigt nach oben, deshalb ist es auf den oberen Bänken deutlich heißer als im unteren Bereich der Saunakabine.
In einer finnischen Sauna können am Boden etwa 40 bis 50 °C herrschen, während auf der obersten Bank in Kopfhöhe 80 bis 100 °C erreicht werden. Je höher Sie sitzen oder liegen, desto intensiver wird die Wärme empfunden.
Für Einsteiger empfiehlt es sich, zunächst auf einer unteren oder mittleren Bank Platz zu nehmen. Dort ist die Temperatur milder und der Körper kann sich besser an die Wärme gewöhnen. Erfahrene Saunagänger wählen häufig die oberen Bänke, wenn sie die intensive Hitze bevorzugen.
Auch die Nähe zum Saunaofen beeinflusst die Temperatur. In Ofennähe kann es wärmer sein als auf der gegenüberliegenden Seite der Sauna. Probieren Sie verschiedene Sitz- oder Liegeplätze aus, um die für Sie angenehmste Temperatur zu finden.
Die ideale Sauna-Temperatur ist individuell. Entscheidend sind Ihre Saunaerfahrung, Ihr persönliches Wärmeempfinden und die gewählte Saunaart.
Wenn Sie neu beim Saunieren sind, beginnen Sie am besten mit milderen Temperaturen oder setzen sich in einer klassischen Sauna auf eine untere Bank. Dort ist die Luft deutlich kühler als auf den oberen Sitz- und Liegeflächen. So können Sie in Ruhe ausprobieren, welche Wärme sich für Sie angenehm anfühlt.
Erfahrene Saunagänger bevorzugen häufig Temperaturen zwischen 80 und 100 °C. Wer es sanfter mag, findet in einer Biosauna, Infrarotkabine oder einem Dampfbad eine gute Alternative. Auch ein Wechsel zwischen unterschiedlichen Saunaarten kann eine angenehme Möglichkeit sein, das persönliche Wohlfühlklima zu finden.
Wichtig ist: Bleiben Sie nur so lange in der Sauna, wie Sie sich wohlfühlen. Ein Saunagang muss nicht besonders heiß oder besonders lang sein, um entspannend zu wirken.
Wie lange ein Saunagang dauern sollte, hängt von der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit und Ihrem persönlichen Wohlbefinden ab. Als Orientierung gelten bei einer klassischen finnischen Sauna meist 8 bis 15 Minuten pro Saunagang.
Bei besonders hohen Temperaturen, etwa über 100 °C, sollte die Aufenthaltsdauer kürzer sein. In einer Biosauna, Infrarotkabine oder einem Dampfbad können Sie je nach Wärmeempfinden häufig etwas länger bleiben, da die Lufttemperatur niedriger ist.
Verlassen Sie die Sauna immer sofort, wenn Sie sich unwohl fühlen, Schwindel verspüren oder Kreislaufbeschwerden bekommen. Es ist besser, einen Saunagang früher zu beenden, als die eigene Belastungsgrenze zu überschreiten.
Nach dem Saunagang braucht der Körper Zeit zum Abkühlen und Ausruhen. Trinken Sie anschließend ausreichend Wasser und gönnen Sie sich eine Pause, bevor Sie den nächsten Saunagang beginnen.
Ein angenehmer Saunagang hängt nicht nur von der richtigen Temperatur ab. Diese Fehler sollten Sie vermeiden:
Bei bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Unsicherheit sollten Sie vorher ärztlichen Rat einholen.